Zeitreise und Spurensuche im Schloss Werdenberg

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eine spezielle Führung für die WGL-Mitglieder am 17. September 2026

Abends als einzige Gruppe im Schloss unterwegs zu sein ist ein besonderes Erlebnis: das Licht vermag nicht jede Ecke zu erhellen, geheimnisvoll scheinen die vielen dunklen Winkel, Holz knackt - und waren da nicht Schritte zu hören? Natürlich ist das Schloss Werdenberg kein Geisterschloss, obwohl es bald 800 Jahre alt ist und immer noch so manches Geheimnis hütet. Seine einstigen Bewohnerinnen und Bewohner haben Spuren hinterlassen, die auf den ersten Blick und bei einem "normalen" Besuch kaum oder gar nicht zu erkennen sind. Eine ungewöhnliche und spannende Entdeckertour durften die WGL-Mitglieder am 17. September ab 19.00 geniessen und nicht alle Rätsel und Geheimnisse fanden eine Erklärung. Beinahe jede der drei Epochen im Schloss hat Rätselhaftes hinterlassen, dass die Fantasie anregt: die Grafen änderten plötzlich ihre Baupläne, Glarner Landvögte bauten geheimnisvolle Türchen (die sich als Kachelofen-Zugänge entpuppten), die Hiltys liessen eine versteckte Treppe einbauen, um nicht durch den kalten Gang in ihre Schlafzimmer zu gelangen. Das Behandlungs- und Wartezimmer von Doktor Hilty war ursprünglich eine kleine gemütliche Wohnung mit Schüttstein, dessen Ausguss auch von aussen gesehen werden kann. Und was hat es wohl mit den rätselhaften Kritzeleien an der Wand des kleinen Palaskellers auf sich? Waren hier wirklich zur Franzosenzeit Gefangene untergebracht, die die Tage ihrer Haft abzählten? Spektakulär und ganz ohne Rätsel oder Geheimnisse war die Aussicht auf das nächtliche Lichtermeer von der Turmzinne aus, ein Anblick, den wohl nur wir heutige in dieser Form geniessen können! Ein gemütlicher Umtrunk, gestiftet von der WGL rundete diesen speziellen Abend ab.