Bericht der Hauptversammlung

WGL ist finanziell solide ausgestattet
Die Gesellschaft für Werdenberger Geschichte und Landeskunde (WGL) tagte in Sevelen.

Bericht von Heini Schwendener publiziert im W&O vom 23. April 2026.

Sevelen Erfreuliches konnte Eduard Neuhaus, Präsident der WGL, an der Mitgliederversammlung am Dienstag im Seveler Gemeindesaal berichten. Das zweite Vereinsjahr nach der umfassenden Neubesetzung des Vorstandes sei erfolgreich gewesen. In zentraler Priorität hätten die bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten einvernehmlich bereinigt werden können, «dank der Unterstützung durch die Werdenberger Gemeinden verfügt die WGL per Ende 2025 über eine solide finanzielle Ausstattung».

Diese Mittel dienen der Gesellschaft als Fundament für die anstehenden weiteren Arbeiten. Eduard Neuhaus blickte auf die Aktivitäten zurück: Der Bücherbestand wurde bereinigt, das Artilleriefort Magletsch und der revitalisierte Binnenkanal in Sevelen besichtigt, die Website wurde von Hanspeter Dürr überarbeitet und zum 800-Jahr- Jubiläum der Burg Wartau erschienen Publikationen von den WGL-Mitgliedern Hansjakob Gabathuler und Maja Suenderhauf.

Die von Xaver Schneggenburger präsentierte Rechnung 2025 und das Budget 2026 – beide mit positiven Ergebnissen – wurden einstimmig genehmigt.

Im Vereinsjahr 2026 organisiert die WGL am 20. Juni eine öffentliche Exkursion mit dem Rheinbauleiter Daniel Dietsche. Dabei geht es um die geplante Sanierung und allenfalls Verschiebung des Rheindamms zwischen Sevelen und Buchs. Am Donnerstag, 17. September, führt Maja Suenderhauf durch unbekannte Orte im Schloss Werdenberg. Im Herbst ist ein regionalhistorischer Vortrag vorgesehen.

Ein Höhepunkt 2025 war die Wiederentdeckung des Freiheitsbaums von 1798. Die Echtheit dieses einzigartigen Kulturguts wurde inzwischen durch einen Dendrochronologie- Experten bestätigt (vgl. Haupttext auf dieser Seite). WGL-Präsident Neuhaus sagte stolz: «Damit besitzt die Gemeinde Sevelen einen der wenigen, wenn nicht sogar den einzig erhalten gebliebenen Freiheitsbaum aus der Helvetischen Republik.»

Mit einem Dank an das Vorstandsgremium, die Gemeinden, Sponsoren und Gesellschaftsmitglieder schloss der Präsident die Versammlung nach rund 30 Minuten.